
Hundekrankenversicherung und Hüftdysplasie: Leistungsübernahme und Kosten
11.06.26
12
Minuten

Katrin Straub
Katrin Straub ist CEO von nextsure und verantwortet die digitale Versicherungsplattform.
Die Hundekrankenversicherung übernimmt die Kosten für Behandlungen und Operationen bei Hüftdysplasie (HD), sofern die Erkrankung bei Vertragsabschluss noch nicht bekannt war. Bei rassetypisch gefährdeten Hunden wie dem Schäferhund oder Labrador ist ein frühzeitiger Abschluss entscheidend. Tarife unterscheiden sich bei Erstattungsgrenzen, Wartezeiten für Implantate und der Übernahme von künstlichen Hüftgelenken. Ein rechtzeitiger Vergleich schützt vor hohen Operationskosten.
Das Thema kurz und kompakt
Hüftdysplasie ist eine genetisch bedingte Gelenkerkrankung, die hohe Operationskosten von bis zu 5.000 Euro pro Hüftseite verursachen kann.
Versicherer leisten nur, wenn die Diagnose nicht bereits vor Vertragsabschluss oder während der Wartezeit feststand.
Für Erbkrankheiten wie HD und ED gelten bei vielen Versicherern verlängerte Wartezeiten von bis zu 12 Monaten.
Grundlagen der Hüftdysplasie und Notwendigkeit der Absicherung
Medizinische Definition und Ursachen
Die Hüftdysplasie gehört zu den am häufigsten diagnostizierten Gelenkerkrankungen bei Hunden. Diese genetisch bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenks führt zu einer schmerzhaften Arthrose und schränkt die Mobilität des Tieres massiv ein. [5] Zu den besonders anfälligen Rassen zählen unter anderem der Deutsche Schäferhund, der Golden Retriever und der Berner Sennenhund. Eine frühzeitige Diagnose ist für den Behandlungserfolg maßgeblich. Tierärzte nutzen bildgebende Verfahren wie das Röntgen unter Narkose oder die Computertomografie, um den Schweregrad der Fehlstellung exakt zu klassifizieren. Die exakte Winkelmessung nach Norberg bestimmt dabei den Grad der Dysplasie. Die Behandlungskosten summieren sich schnell auf mehrere tausend Euro. Eine leistungsstarke Hunde-Krankenversicherung federt diese unkalkulierbaren finanziellen Belastungen ab. **Der Schutz ist essenziell.** Ohne eine entsprechende Police tragen Halter das volle finanzielle Risiko dieser komplexen Gelenkerkrankung.
Einfluss von Umweltfaktoren
Die genetische Veranlagung allein führt nicht zwangsläufig zum sofortigen Auftreten schwerer Symptome. [1] Umweltfaktoren wie eine zu schnelle Gewichtszunahme im Welpenalter, falsche Ernährung oder übermäßige körperliche Belastung begünstigen den Ausbruch der Krankheit. Ein falsches Kalzium-Phosphor-Verhältnis im Futter beschleunigt das ungleiche Knochenwachstum signifikant. Präventive Maßnahmen können den Verlauf verzögern, aber eine vollständige Heilung ist konservativ nicht möglich. Schmerzmittel und Physiotherapie lindern die Beschwerden in frühen Stadien. Wenn die Arthrose jedoch fortschreitet, wird ein chirurgischer Eingriff unausweichlich. Die Operation stellt oft die einzige Möglichkeit dar, dem Hund ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Hier zeigt sich der Wert einer soliden Absicherung. **Prävention allein reicht nicht.** Die operative Intervention bleibt bei schweren Verläufen der einzige medizinische Ausweg.
Finanzielle Dimension der Diagnose
Viele Hundehalter unterschätzen die finanzielle Dimension einer solchen Diagnose. Neben den reinen Operationskosten fallen Ausgaben für die Voruntersuchung, die Narkose und die intensive Nachsorge an. Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) regelt die Abrechnungssätze, wobei Kliniken bei komplizierten Eingriffen oft den dreifachen oder vierfachen Satz berechnen. Ein umfassender Schutz deckt diese Kostenblöcke ab. Die Wahl des richtigen Tarifs erfordert eine genaue Analyse der individuellen Risiken. Spezialisierte Plattformen wie nextsure bieten hierbei eine transparente Vergleichsmöglichkeit für handverlesene Tarife. Die iMatch GmbH agiert dabei als zugelassener Versicherungsvermittler nach Paragraph 34d Absatz 1 GewO. **Transparenz ist hierbei entscheidend.** Ein detaillierter Blick in die Versicherungsbedingungen offenbart die tatsächliche Leistungsstärke der jeweiligen Anbieter.
Hunderassen mit erhöhtem Risiko für Hüftdysplasie
Deutscher Schäferhund
Labrador Retriever
Golden Retriever
Berner Sennenhund
Rottweiler
Boxer
Bernhardiner
Halter dieser Rassen sollten besonders frühzeitig über eine Absicherung nachdenken.
Kosten einer HD-Operation und TEP beim Hund
Die Totalendoprothese als Goldstandard
Die Kosten für eine chirurgische Intervention bei Gelenkproblemen variieren stark. Eine einfache Schmerztherapie ist günstig, während komplexe Eingriffe das Budget belasten. Bei einer fortgeschrittenen Arthrose gilt das künstliche Hüftgelenk, die sogenannte Totalendoprothese (TEP), als Goldstandard der Tiermedizin. [4] Die Implantation einer solchen TEP kostet inklusive Voruntersuchungen, Narkose und Nachbehandlung schnell zwischen 3.500 und 5.000 Euro pro Hüftseite. Moderne Implantate bestehen aus Titan und werden zementfrei im Knochen verankert. Diese Summe übersteigt die finanziellen Rücklagen vieler Tierhalter. Die genauen Kosten der Krankenversicherung für Hunde hängen vom gewählten Leistungsumfang ab. Ein Vergleich der Erstattungsgrenzen ist daher unerlässlich. **Die TEP ist teuer.**
Alternative chirurgische Verfahren
Neben der TEP existieren weitere chirurgische Verfahren zur Behandlung der Hüftdysplasie. Die Femurkopfresektion, bei der der Gelenkkopf des Oberschenkelknochens entfernt wird, ist eine günstigere Alternative für leichtere Hunde. Hierbei bilden Muskeln und Bindegewebe ein Ersatzgelenk. Die Kosten für diesen Eingriff liegen meist zwischen 1.000 und 1.800 Euro. Eine weitere Option ist die Beckenschwenkosteotomie (TPO), die vor allem bei jungen Hunden ohne bestehende Arthrose zum Einsatz kommt. Bei der TPO wird das Becken an drei Stellen durchtrennt und neu verschraubt. Auch hier müssen Halter mit Ausgaben von rund 1.500 bis 2.500 Euro rechnen. Jeder Eingriff erfordert eine spezifische Nachsorge. **Alternativen haben ihre Grenzen.**
Rehabilitation und Nachsorgekosten
Die Nachbehandlung ist ein wesentlicher Kostenfaktor, der in der Kalkulation oft vergessen wird. Physiotherapie, Unterwasserlaufband und spezielle Schmerzmedikation sind für eine erfolgreiche Rehabilitation zwingend erforderlich. Diese Maßnahmen erstrecken sich oft über mehrere Monate und verursachen zusätzliche Kosten von mehreren hundert Euro. Eine gute Police übernimmt nicht nur die reine Operation, sondern auch diese essenziellen Nachsorgekosten. Die allgemeinen Bedingungen der Tarife regeln die genaue Dauer der erstattungsfähigen Nachbehandlung. Meist sind Zeiträume von 15 bis 30 Tagen nach dem Eingriff abgedeckt. Einige Premium-Tarife verlängern diese Frist auf bis zu 120 Tage. **Nachsorge ist ein Kostentreiber.**
Leistungen der Hundekrankenversicherung bei Gelenkerkrankungen
Umfang der medizinischen Grundversorgung
Die Leistungen einer modernen Police umfassen weit mehr als nur die Grundversorgung. Eine allgemeine Tierkrankenversicherung erstattet die veterinärmedizinisch notwendigen Heilbehandlungen aufgrund einer Gesundheitsschädigung. Dies schließt die bildgebende Diagnostik wie Röntgen oder MRT ein, die für die Feststellung einer Hüftdysplasie zwingend erforderlich ist. Der Schutz umfasst auch operationsvorbereitende Untersuchungen sowie Medikamente. Die Abrechnung erfolgt auf Basis der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Hochwertige Tarife leisten bis zum vierfachen GOT-Satz, was besonders bei Notdiensten oder spezialisierten Tierkliniken wichtig ist. Das Informationsblatt der Uelzener bestätigt die Erstattung auf Basis des vereinbarten Höchstsatzes der GOT. **Die GOT ist maßgeblich.**
Erstattungsgrenzen und Materialkosten
Ein entscheidendes Kriterium bei der Tarifwahl ist die maximale Versicherungssumme pro Jahr. Einige Anbieter begrenzen die Erstattung auf feste Beträge wie 2.000 oder 3.000 Euro jährlich. Bei einer beidseitigen TEP-Operation reicht diese Summe nicht aus. Premium-Tarife bieten hingegen eine unbegrenzte Jahreshöchstleistung. So entsteht auch bei komplizierten Verläufen oder Komplikationen keine Deckungslücke. Zudem ist die Übernahme von Prothesen und Implantaten ein kritischer Punkt. Nicht jeder Basistarif schließt die Materialkosten für ein künstliches Hüftgelenk vollständig ein. Die genaue Prüfung der Materialkostenklausel ist vor dem Abschluss zwingend erforderlich. **Limits bergen finanzielle Risiken.**
Alternative Heilmethoden und Schmerztherapie
Die Erstattung alternativer Heilmethoden gewinnt zunehmend an Bedeutung. Viele Halter setzen bei chronischen Gelenkschmerzen auf sanfte Verfahren. Die Goldakupunktur ist eine anerkannte Methode zur dauerhaften Schmerzlinderung bei Arthrose. [2] Einige Versicherer übernehmen diese Kosten im Rahmen ihrer Premium-Pakete. Auch homöopathische Behandlungen oder Lasertherapien können Bestandteil des Leistungskatalogs sein. nextsure analysiert diese spezifischen Leistungsbausteine bei der Tarifauswahl präzise. So erhalten Kunden einen transparenten Überblick über die tatsächliche Leistungsstärke der verschiedenen Anbieter. Die Integration von Physiotherapie in den Leistungskatalog ist ein weiteres Qualitätsmerkmal. **Alternative Methoden sind gefragt.**
Wartezeiten und Besonderheiten bei Erbkrankheiten
Verlängerte Fristen für Gelenkerkrankungen
Die Wartezeiten sind ein zentraler Aspekt bei der Absicherung von Erbkrankheiten. Regulär gilt bei den meisten Anbietern eine allgemeine Wartezeit von 30 Tagen nach Vertragsabschluss. Für rassespezifische Erbkrankheiten wie die Hüftdysplasie oder Ellbogendysplasie (ED) definieren viele Versicherer jedoch abweichende Fristen. Diese besonderen Wartezeiten können bis zu 12 Monate betragen. [2] Tritt die Erkrankung innerhalb dieser Sperrfrist auf, besteht kein Anspruch auf Kostenerstattung für die daraus resultierenden Behandlungen. Dies schützt die Versichertengemeinschaft vor Zweckabschlüssen. Die Uelzener schließt Folgen von Krankheiten aus, die vor Ablauf der jeweiligen Wartezeit auftreten. **Wartezeiten sind strikt geregelt.**
Definition des Krankheitsbeginns
Die genaue Definition des Krankheitsbeginns ist oft Gegenstand von Diskussionen. Als Beginn gilt nicht erst der Tag der Operation, sondern bereits der erste Tierarztbesuch, bei dem Symptome dokumentiert werden. Zeigt ein Hund innerhalb der Wartezeit Lahmheit und der Tierarzt äußert einen Verdacht auf HD, greift der Versicherungsschutz nicht. Daher ist ein Abschluss im Welpenalter, lange vor dem Auftreten erster klinischer Anzeichen, von enormer Wichtigkeit. Nur so greift der Schutz im Ernstfall verlässlich. Die Dokumentation in der Patientenakte ist für den Versicherer das ausschlaggebende Kriterium. **Der erste Verdacht zählt.**
Ausnahmen und sofortiger Schutz
Einige wenige Tarife am Markt verzichten auf verlängerte Wartezeiten bei Erbkrankheiten oder bieten spezielle Welpen-Tarife mit sofortigem Schutz an. Diese Angebote sind jedoch selten und oft an strenge Gesundheitsprüfungen bei Antragstellung geknüpft. Die digitale Plattform nextsure analysiert die Versicherungsbedingungen detailliert und weist transparent auf solche Klauseln hin. Ein genauer Blick in das Informationsblatt zu Versicherungsprodukten (IPID) ist unerlässlich. Dort sind alle Ausschlüsse und Fristen klar dokumentiert. Die Uelzener definiert den Versicherungsbeginn im Versicherungsschein, vorausgesetzt der erste Beitrag wurde rechtzeitig entrichtet. **Das IPID liefert Klarheit.**
Ausschlusskriterien und Vorerkrankungen im Detail
Umgang mit bekannten Diagnosen
Die Ausschlusskriterien definieren die Grenzen des vertraglichen Versicherungsschutzes sehr genau. Bereits vor Vertragsabschluss bekannte, begonnene oder tierärztlich angeratene Behandlungen sind grundsätzlich von der Leistungspflicht ausgenommen. Dies gilt ebenso für Folgen von Mängeln und Krankheiten, die bei Abschluss der Versicherung bereits bestanden. Hat ein Hund also bereits eine diagnostizierte Hüftdysplasie, schließt der neue Versicherer diese spezifische Erkrankung aus. Andere, davon unabhängige Krankheiten bleiben jedoch versichert. Eine ehrliche Beantwortung der Gesundheitsfragen ist zwingend erforderlich. Die Uelzener formuliert diesen Ausschluss in ihren Bedingungen unmissverständlich. **Vorerkrankungen sind immer ausgeschlossen.**
Konsequenzen bei verschwiegenen Symptomen
Verschweigt ein Halter bei der Antragstellung Vorerkrankungen, gefährdet er den gesamten Versicherungsschutz. Der Versicherer hat im Leistungsfall das Recht, die Patientenakte beim behandelnden Tierarzt anzufordern. Stellt sich heraus, dass Symptome bereits vor Vertragsbeginn dokumentiert wurden, kann die Gesellschaft die Leistung verweigern und den Vertrag kündigen. Dies gilt auch für scheinbar harmlose Auffälligkeiten wie einen unrunden Gang, der später als Frühstadium einer HD identifiziert wird. Transparenz ist die Basis für eine verlässliche Absicherung. Falschangaben führen unweigerlich zum Verlust des Versicherungsschutzes. **Ehrlichkeit ist vertragliche Pflicht.**
Spätere Diagnosen bei gesund versicherten Tieren
Ein Sonderfall sind angeborene Fehlentwicklungen, die bei Vertragsabschluss noch völlig symptomfrei und undiagnostiziert waren. Wird ein junger Labrador versichert und die HD-Diagnose erfolgt erst zwei Jahre später, handelt es sich um einen regulären Versicherungsfall. Der Versicherer übernimmt die Kosten im Rahmen der Tarifbedingungen. Für Halter von Mehr-Tier-Haushalten ist auch eine Krankenversicherung für Katzen eine sinnvolle Ergänzung. Die Prinzipien der Vorerkrankungen und Gesundheitsfragen gelten hier analog. Die saubere Trennung zwischen angeborener Veranlagung und diagnostizierter Krankheit ist juristisch entscheidend. **Spätere Diagnosen sind versichert.**
Tarifvergleich: OP-Schutz versus Vollversicherung
Fokus der Operationskostenversicherung
Ein Tarifvergleich offenbart die konzeptionellen Unterschiede der verfügbaren Absicherungsmodelle. Der Markt bietet grundsätzlich zwei Varianten: die reine Operationskostenversicherung und die Krankenvollversicherung. Die OP-Versicherung deckt ausschließlich veterinärmedizinisch notwendige Heilbehandlungen, die im direkten Zusammenhang mit einem chirurgischen Eingriff stehen. Dazu zählen die Operation selbst, die Narkose sowie die unmittelbare Vor- und Nachsorge. Konservative Behandlungen wie eine dauerhafte Schmerztherapie ohne Operation werden hier nicht erstattet. Diese Variante ist deutlich günstiger in der monatlichen Prämie. Die Uelzener definiert Leistungsfälle in der OP-Versicherung strikt als Heilbehandlungen aufgrund einer Operation. **Der OP-Schutz ist fokussiert.**
Umfassender Schutz der Vollversicherung
Die Krankenvollversicherung bietet einen wesentlich breiteren Schutzschirm für das Tier. Sie übernimmt neben den Operationskosten auch die ambulante und stationäre Heilbehandlung von Krankheiten. Dies umfasst Diagnostik, Medikamente, Verbandsmaterialien und oft auch präventive Maßnahmen wie Impfungen oder Wurmkuren bis zu einem bestimmten Budget. Bei einer chronischen Erkrankung wie der Hüftdysplasie, die über Jahre hinweg konservativ mit Medikamenten und Physiotherapie behandelt wird, spielt die Vollversicherung ihre Stärken voll aus. Die höheren Beiträge amortisieren sich bei chronisch kranken Tieren schnell. Laboruntersuchungen und bildgebende Diagnostik sind hier standardmäßig inkludiert. **Die Vollversicherung bietet Rundumschutz.**
Entscheidungskriterien für Tierhalter
Die Entscheidung zwischen den beiden Modellen hängt vom individuellen Sicherheitsbedürfnis und dem finanziellen Spielraum des Halters ab. Wer primär das Risiko existenzieller Operationskosten von mehreren tausend Euro absichern möchte, ist mit einem leistungsstarken OP-Tarif gut beraten. Wer hingegen auch die laufenden Tierarztkosten für Diagnostik und Medikamente abdecken will, wählt die Vollversicherung. nextsure unterstützt bei dieser Abwägung mit detaillierten Modellrechnungen. Eine bedarfsgerechte Auswahl verhindert Überversicherung und schließt gleichzeitig kritische Versorgungslücken. Die Analyse der individuellen Rasseprädisposition sollte in diese Entscheidung zwingend einfließen. **Die Wahl erfordert Weitsicht.**
Vergleich: OP-Versicherung vs. Krankenvollversicherung bei HD | ||
Leistungsmerkmal | OP-Versicherung | Krankenvollversicherung |
|---|---|---|
Kosten für chirurgische Eingriffe (z.B. TEP) | Ja, gemäß Tarifgrenzen | Ja, gemäß Tarifgrenzen |
Diagnostik vor der Operation (Röntgen, MRT) | Ja, wenn OP folgt | Ja, auch ohne anschließende OP |
Konservative Schmerztherapie (ohne OP) | Nein | Ja |
Physiotherapie | Nur als direkte Nachsorge | Ja, oft auch langfristig |
Monatliche Prämie | Günstiger | Höher |
Die genauen Erstattungsgrenzen variieren je nach gewähltem Versicherer und Tarifstufe.
Genetische Prädisposition großer Rassen
Die Risiken für bestimmte Gelenkerkrankungen sind in der Hundepopulation ungleich verteilt. Große und schwere Rassen weisen eine signifikant höhere Prävalenz für Hüft- und Ellbogendysplasie auf. Zu den häufigsten rassetypischen Patienten gehören der Labrador Retriever, der Deutsche Schäferhund, der Rottweiler und der Boxer. [3] Züchterische Bemühungen haben die Inzidenz in den letzten Jahren zwar reduziert, das genetische Grundrisiko bleibt jedoch bestehen. Versicherer kennen diese Statistiken genau und kalkulieren ihre Prämien entsprechend. Die Schadensquoten bei diesen Rassen sind historisch bedingt überdurchschnittlich hoch. **Die Genetik bestimmt das Risiko.**
Auswirkungen auf die Tarifgestaltung
Einige Gesellschaften erheben für definierte Risikorassen spezifische Beitragszuschläge oder schließen bestimmte Erbkrankheiten in Basistarifen komplett aus. Es ist daher essenziell, das Kleingedruckte zu prüfen. Ein Tarif, der für einen Mischling hervorragend geeignet ist, kann für einen reinrassigen Berner Sennenhund unzureichend sein, wenn HD-Operationen ausgeschlossen sind. nextsure prüft die handverlesenen Tarife der Plattform genau auf solche versteckten Ausschlüsse. So wird sichergestellt, dass auch Risikorassen einen belastbaren Versicherungsschutz erhalten. Die korrekte Angabe der Rasse bei der Antragstellung ist für die Prämienkalkulation unerlässlich. **Rassezuschläge sind branchenüblich.**
Prävention und Haltungsbedingungen
Neben Hunden gibt es auch für andere Tiere spezifische Absicherungslösungen. Eine Absicherung für Hobby-Nutztiere folgt ähnlichen Prinzipien der Risikobewertung. Bei Hunden ist die Aufklärung über rassetypische Krankheiten der erste Schritt zur richtigen Vorsorge. Halter von gefährdeten Rassen sollten besonderes Augenmerk auf das Gewicht ihres Tieres und eine gelenkschonende Aufzucht legen. Diese präventiven Maßnahmen ersetzen zwar keine Versicherung, reduzieren aber die Wahrscheinlichkeit eines frühen und schweren Krankheitsverlaufs erheblich. Treppensteigen und abrupte Stopps sollten im ersten Lebensjahr strikt vermieden werden. **Prävention schützt die Gelenke.**
Der optimale Zeitpunkt für den Vertragsabschluss
Vorteile eines frühen Abschlusses im Welpenalter
Der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entscheidet maßgeblich über den Umfang des Versicherungsschutzes. Die goldene Regel lautet: So früh wie möglich. Der optimale Abschlusszeitpunkt liegt im Welpenalter, direkt nach dem Einzug des Hundes. Zu diesem Zeitpunkt sind meist noch keine Vorerkrankungen dokumentiert. Der Hund durchläuft die Wartezeiten gesund und ist danach vollumfänglich geschützt. Zudem profitieren junge Tiere oft von günstigeren Einstiegsprämien, die langfristig finanzielle Vorteile bieten. Die Gesundheitsprüfung fällt bei einem acht Wochen alten Welpen in der Regel völlig unproblematisch aus. **Früher Abschluss sichert Leistungen.**
Risiken bei verzögertem Abschluss
Wartet man mit dem Abschluss, bis erste Symptome wie ein steifer Gang nach dem Aufstehen auftreten, ist es für eine vollständige Absicherung der HD meist zu spät. Die Diagnose wird dann als Vorerkrankung gewertet und von der Leistung ausgeschlossen. Selbst wenn der Hund bei Abschluss bereits älter, aber noch gesund ist, steigen die Prämien mit zunehmendem Eintrittsalter deutlich an. Einige Versicherer lehnen die Neuaufnahme von Hunden ab einem bestimmten Alter, beispielsweise ab dem siebten Lebensjahr, komplett ab. Das Risiko für den Versicherer wird im Alter schlichtweg zu hoch. **Verzögerung kostet bares Geld.**
Langfristige Bindung und Anbieterwechsel
Ein späterer Wechsel der Versicherungsgesellschaft ist bei älteren Hunden ebenfalls problematisch. Bei einem Neuabschluss beginnen die Wartezeiten von vorn, und alle in der Zwischenzeit aufgetretenen Erkrankungen gelten beim neuen Anbieter als Vorerkrankungen. Daher ist die Wahl des richtigen Partners von Beginn an entscheidend. nextsure flankiert diese langfristige Entscheidung mit objektiven Vergleichen und datengestützter Expertise. Ein gut gewählter Tarif begleitet den Hund ein Leben lang und sichert die bestmögliche medizinische Versorgung im Ernstfall. Die Uelzener erlaubt eine Kündigung mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende. **Ein Wechsel birgt Gefahren.**
Weitere nützliche Links
Quellen
FAQ
Zahlt die Hundekrankenversicherung eine HD-OP bei Hüftdysplasie?
Ja, die meisten leistungsstarken Hundekranken- und OP-Versicherungen übernehmen die Kosten für eine Operation bei Hüftdysplasie. Voraussetzung ist, dass die Erkrankung bei Vertragsabschluss noch nicht bekannt war und die tarifliche Wartezeit abgelaufen ist. Die genaue Erstattungshöhe richtet sich nach den vereinbarten Höchstgrenzen des jeweiligen Tarifs.
Gilt HD bei Risikorassen wie Schäferhund oder Labrador als Vorerkrankung?
Die bloße Zugehörigkeit zu einer Risikorasse macht HD nicht automatisch zu einer Vorerkrankung. Als Vorerkrankung gilt die Hüftdysplasie erst dann, wenn sie durch einen Tierarzt diagnostiziert wurde oder bereits vor Vertragsabschluss erste Symptome dokumentiert waren. Ein gesunder Schäferhund oder Labrador kann problemlos vollumfänglich versichert werden.
Was kostet eine Hüft-OP beim Hund?
Die Kosten hängen stark vom gewählten Operationsverfahren ab. Eine Femurkopfresektion kostet meist zwischen 1.000 und 1.800 Euro. Die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks (Totalendoprothese) ist deutlich teurer und kann inklusive Voruntersuchungen, Narkose und Nachsorge zwischen 3.500 und 5.000 Euro pro behandelter Hüftseite betragen.
Wird ein künstliches Hüftgelenk (TEP) übernommen?
Die Übernahme einer Totalendoprothese (TEP) hängt vom gewählten Tarif ab. Premium-Tarife decken in der Regel sowohl die Operationskosten als auch die Materialkosten für das Implantat ab. Basistarife schließen teure Prothesen oft aus oder deckeln die Erstattungssumme auf einen Betrag, der für eine TEP nicht ausreicht.
Gibt es eine Wartezeit bei Gelenkerkrankungen?
Ja, für rassespezifische Erbkrankheiten wie Hüftdysplasie (HD) oder Ellbogendysplasie (ED) definieren viele Versicherer besondere Wartezeiten. Diese können deutlich länger sein als die allgemeine Wartezeit von 30 Tagen und betragen je nach Anbieter zwischen 6 und 12 Monaten. Ein frühzeitiger Abschluss ist daher wichtig.
Ist ein Hund mit bereits diagnostizierter HD noch versicherbar?
Ein Hund mit einer bereits diagnostizierten Hüftdysplasie kann grundsätzlich noch versichert werden. Allerdings wird die bestehende HD als Vorerkrankung gewertet und von der Leistungspflicht ausgeschlossen. Operationen oder Behandlungen, die auf diese spezifische Erkrankung zurückzuführen sind, müssen dann vom Halter selbst getragen werden. Andere Krankheiten bleiben versichert.





