risikolebensversicherung familienabsicherung

Risikolebensversicherung Familienabsicherung: Finanzielle Sicherheit für Ihre Liebsten optimieren

14.06.2025

10

Minuten

Katrin Straub

Geschäftsführerin bei nextsure

Der plötzliche Verlust eines geliebten Menschen ist emotional belastend. Eine Risikolebensversicherung kann zumindest finanzielle Sorgen lindern und die Zukunft Ihrer Familie sichern. Erfahren Sie, wie Sie den optimalen Schutz für Ihre Liebsten gestalten.

Das Thema kurz und kompakt

Eine Risikolebensversicherung sichert Ihre Familie finanziell ab, falls Ihnen etwas zustößt, und ist besonders wichtig bei Krediten oder wenn Sie Hauptverdiener sind.

Die Höhe der Versicherungssumme sollte mindestens das drei- bis fünffache Ihres Bruttojahreseinkommens betragen, zuzüglich bestehender Schulden.

Eine Über-Kreuz-Versicherung kann bei Paaren helfen, Erbschaftsteuer auf die Versicherungsleistung zu vermeiden.

Sofortschutz verstehen: Kernfakten zur Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung (RLV) sichert Hinterbliebene im Todesfall finanziell ab. Die Auszahlung erfolgt als Einmalsumme und ist einkommensteuerfrei. Beiträge können unter Umständen als Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden. Die Beitragshöhe hängt von Faktoren wie Alter, Gesundheit, Laufzeit und Versicherungssumme ab; ein 30-jähriger Nichtraucher kann beispielsweise für 200.000 Euro Schutz über 25 Jahre mit Beiträgen ab etwa acht Euro monatlich rechnen. Eine Risikolebensversicherung ist besonders für Familien mit Hauptverdienern, jungen Kindern oder Immobilienkrediten wichtig. Die sorgfältige Beantwortung von Gesundheitsfragen ist entscheidend für den späteren Leistungsanspruch. Dieser erste Überblick verdeutlicht die Notwendigkeit, sich genauer mit den Details zu beschäftigen.

Praxisleitfaden: Versicherungssumme und Laufzeit bedarfsgerecht gestalten

Die richtige Versicherungssumme ist entscheidend für eine effektive Familienabsicherung. Als Faustregel gilt oft das drei- bis fünffache des Bruttojahreseinkommens des Hauptverdieners. Eine Familie mit zwei Kindern und einem Hauptverdienner-Bruttoeinkommen von 60.000 Euro sollte also mindestens 180.000 bis 300.000 Euro absichern. Bestehende Kredite, beispielsweise für eine Immobilie, sollten zusätzlich zur Versicherungssumme addiert werden. Die Laufzeit sollte so gewählt werden, dass finanzielle Verpflichtungen abgedeckt sind, beispielsweise bis das jüngste Kind seine Ausbildung abgeschlossen hat, oft bis zum 25. Lebensjahr. Eine zu knapp kalkulierte Summe oder Laufzeit kann den gewünschten Schutz gefährden. Es ist meist einfacher, eine hohe Summe später zu reduzieren, als eine niedrige aufzustocken. Die genaue Bedarfsermittlung ist der Schlüssel zur passenden Police.

Optimale Vertragsgestaltung für Paare und Familien

Für Paare gibt es verschiedene Modelle der Risikolebensversicherung. Zwei separate Verträge bieten hohe Flexibilität, da Begünstigte und Summen individuell angepasst werden können. Die Über-Kreuz-Versicherung, bei der Partner A das Leben von Partner B versichert und umgekehrt, kann helfen, Erbschaftsteuer zu vermeiden, da die Leistung nicht ins Erbe fällt. Eine verbundene Risikolebensversicherung sichert beide Partner in einem Vertrag ab, leistet aber oft nur einmal und kann bei Trennung kompliziert werden. Für Familien mit Kindern sind getrennte Verträge oder die Über-Kreuz-Variante meist vorteilhafter, um eine umfassende Absicherung zu gewährleisten. Die Wahl der Vertragsform hat direkte Auswirkungen auf die Leistung im Todesfall und die steuerliche Behandlung. Eine sorgfältige Abwägung der Vor- und Nachteile ist unerlässlich, um die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen.

Kosten im Blick: Beiträge realistisch kalkulieren und Sparpotenziale nutzen

Die Kosten einer Risikolebensversicherung variieren stark. Ein 30-jähriger Büroangestellter (Nichtraucher) zahlt für 200.000 Euro Versicherungssumme bei 25 Jahren Laufzeit circa 7,59 Euro monatlich im Basistarif. Ein 35-jähriger Handwerker (Raucher) muss für 500.000 Euro Schutz über 30 Jahre mit etwa 30,53 Euro monatlich rechnen. Neben Alter und Raucherstatus beeinflussen Beruf, Gesundheitszustand und Hobbys die Prämie. Ein Vergleich verschiedener Anbieter kann monatliche Einsparungen von bis zu 70 Euro ermöglichen. Eine fallende Versicherungssumme, die sich an der Restschuld eines Kredits orientiert, kann Beiträge senken, ist aber nicht immer für die allgemeine Familienabsicherung ideal. Eine konstante Summe bietet oft besseren Inflationsausgleich und deckt steigende Lebenshaltungskosten über die Jahre. Die genaue Analyse der eigenen Bedürfnisse hilft, unnötige Kosten zu vermeiden.

Auszahlung im Ernstfall: Prozess und wichtige Aspekte für Hinterbliebene

Im Todesfall der versicherten Person muss der Versicherer umgehend informiert werden. Für die Auszahlung sind in der Regel der Versicherungsschein, die Sterbeurkunde und ein ärztliches Zeugnis über die Todesursache nötig. Die Auszahlung erfolgt als Einmalsumme an die bezugsberechtigte Person. Dieser Prozess dauert nach Einreichung aller Unterlagen oft nur etwa vierzehn Tage. Bei Suizid kann es Wartezeiten geben; viele Versicherer leisten nach drei Jahren Vertragslaufzeit. Die Auszahlung ist einkommensteuerfrei. Erbschaftsteuer kann jedoch anfallen, abhängig vom Verwandtschaftsgrad und den Freibeträgen (z.B. 500.000 Euro für Ehepartner, 20.000 Euro für unverheiratete Partner). Eine korrekte Vertragsgestaltung, wie die Über-Kreuz-Versicherung, kann die Erbschaftsteuer vermeiden. Die Kenntnis dieser Abläufe sichert eine schnelle finanzielle Hilfe für die Familie.

Expertenwissen: Rechtliche und steuerliche Fallstricke vermeiden

Das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) bildet die rechtliche Grundlage für Lebensversicherungen in Deutschland. § 10 Einkommensteuergesetz (EStG) regelt die steuerliche Absetzbarkeit von Beiträgen als sonstige Vorsorgeaufwendungen. Arbeitnehmer können hier bis zu 1.900 Euro, Selbstständige bis zu 2.800 Euro jährlich geltend machen, wobei Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge vorrangig berücksichtigt werden. Unser Experten-Tipp: Achten Sie auf die wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen (§ 19 VVG), da Falschangaben den Versicherungsschutz gefährden können. Bei Vorerkrankungen ist eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern sinnvoll. Die Auszahlungssumme selbst ist einkommensteuerfrei, jedoch kann Erbschaftsteuer anfallen. Die Freibeträge variieren stark: 500.000 Euro für Ehepartner, 400.000 Euro für Kinder, aber nur 20.000 Euro für nicht verwandte Erben wie unverheiratete Partner. Eine Über-Kreuz-Versicherung kann hier eine steueroptimale Lösung darstellen. Eine Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung ist in Deutschland seit 2010 nicht mehr üblich, jedoch gibt es Tarife mit vereinfachten Gesundheitsfragen, z.B. nach der Geburt eines Kindes. [,ü2010,.] Die genaue Kenntnis dieser Regelungen ist entscheidend für eine sorgenfreie Absicherung.

Wichtige Klauseln und Optionen im Vertrag

Achten Sie auf Optionen wie die Nachversicherungsgarantie. Diese erlaubt es, die Versicherungssumme bei bestimmten Lebensereignissen (z.B. Heirat, Geburt eines Kindes, Gehaltserhöhung um mehr als zehn Prozent) ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Eine Dynamikoption passt Beiträge und Versicherungssumme jährlich an, um der Inflation entgegenzuwirken, oft um fünf Prozent. Die Verlängerungsoption ermöglicht es, den Vertrag ohne erneute Gesundheitsprüfung zu verlängern, falls der ursprüngliche Schutz nicht ausreicht. Einige Tarife bieten eine vorgezogene Todesfallleistung bei schwerer, unheilbarer Krankheit mit einer Lebenserwartung von unter zwölf Monaten. Folgende Punkte sollten Sie bei Vertragsabschluss prüfen:

  • Höhe der Versicherungssumme und Anpassungsmöglichkeiten (Nachversicherung, Dynamik)

  • Laufzeit des Vertrages und Verlängerungsoptionen

  • Regelungen zur Beitragsfreistellung oder Stundung bei finanziellen Engpässen

  • Ausschlussklauseln (z.B. bei gefährlichen Hobbys oder Suizid in den ersten drei Jahren)

  • Möglichkeit der Umwandlung in eine andere Versicherungsform (z.B. Kapitallebensversicherung), falls angeboten

  • Optionen für eine fallende Versicherungssumme, falls primär ein Kredit abgesichert werden soll

  • Regelungen zur Überschussbeteiligung und deren Verrechnung (Beitragsreduktion oder Leistungserhöhung)

Diese Details können den Unterschied machen, ob Ihre Familie im Ernstfall optimal versorgt ist. Eine umfassende Prüfung der Vertragsbedingungen ist daher unerlässlich.

Spezialfall Kinderabsicherung: Optimale Vorsorge für den Nachwuchs

Die finanzielle Absicherung von Kindern ist ein Kernanliegen der Risikolebensversicherung. Die Versicherungssumme sollte so bemessen sein, dass Ausbildung oder Studium auch ohne das Einkommen des verstorbenen Elternteils gesichert sind. Oft wird eine Laufzeit bis zum 25. Lebensjahr des jüngsten Kindes empfohlen. Bei minderjährigen Kindern als Begünstigte sollte ein Vormund oder Testamentsvollstrecker benannt werden, der die finanziellen Mittel bis zur Volljährigkeit verwaltet. Ohne eine solche Regelung verwaltet das Vormundschaftsgericht das Geld. Unser Experten-Tipp: Einige Versicherer bieten spezielle Konditionen oder vereinfachte Gesundheitsfragen nach der Geburt eines Kindes an. [] Dies kann eine gute Gelegenheit für junge Eltern sein, frühzeitig vorzusorgen. Eine Alternative zur direkten Absicherung der Kinder kann auch eine höhere Absicherung des überlebenden Partners sein, der dann für die Kinder sorgt. Die Wahl hängt von der individuellen Familiensituation ab und sollte gut überlegt sein, um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Alternativen und Ergänzungen: Wann andere Versicherungen sinnvoller sind

Die Risikolebensversicherung ist primär eine Todesfallabsicherung. Sie baut kein Kapital auf wie eine Kapitallebensversicherung und leistet nicht bei Krankheit oder Unfall zu Lebzeiten. Für die Absicherung bei schweren Krankheiten kann eine Dread-Disease-Versicherung eine Ergänzung sein, die bei Diagnose bestimmter Krankheiten eine Einmalsumme zahlt. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert das Einkommen bei Verlust der Arbeitskraft. Für die Bestattungskosten kann eine Sterbegeldversicherung sinnvoll sein, besonders wenn keine hohen Rücklagen vorhanden sind. Die gesetzliche Hinterbliebenenrente (Witwen-/Waisenrente) ist oft nicht ausreichend, um den Lebensstandard zu halten. Eine Risikolebensversicherung schließt diese Lücke gezielt für den Todesfall. Die Kombination verschiedener Vorsorgebausteine kann einen umfassenden Schutz bieten. Eine genaue Analyse des persönlichen Bedarfs zeigt, welche Versicherungen notwendig sind.

Ihr nächster Schritt zur optimalen Familienabsicherung


FAQ

Wann ist eine Risikolebensversicherung zur Familienabsicherung besonders sinnvoll?

Sie ist besonders wichtig, wenn Sie Hauptverdiener sind, minderjährige Kinder haben, einen Immobilienkredit oder andere hohe Verbindlichkeiten bedienen oder Ihr Partner finanziell von Ihnen abhängig ist.

Welche Laufzeit sollte ich für meine Risikolebensversicherung wählen?

Die Laufzeit sollte so gewählt werden, dass Ihre finanziellen Verpflichtungen abgedeckt sind. Das kann bedeuten, bis Ihre Kinder ihre Ausbildung abgeschlossen haben (oft bis zum 25. Lebensjahr) oder bis ein größerer Kredit getilgt ist.

Was passiert, wenn ich während der Laufzeit der Risikolebensversicherung nicht sterbe?

Die Risikolebensversicherung ist eine reine Risikoabsicherung. Wenn der Versicherungsfall (Tod der versicherten Person) während der Laufzeit nicht eintritt, erfolgt keine Auszahlung. Es wird kein Kapital angespart.

Kann ich die begünstigte Person meiner Risikolebensversicherung ändern?

Ja, in der Regel können Sie die bezugsberechtigte Person jederzeit ändern, solange das Bezugsrecht widerruflich vereinbart wurde. Dies teilen Sie Ihrem Versicherer schriftlich mit.

Sind die Beiträge zur Risikolebensversicherung steuerlich absetzbar?

Ja, die Beiträge können im Rahmen der sonstigen Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Die Höchstbeträge (z.B. 1.900 Euro für Arbeitnehmer) sind jedoch oft bereits durch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge ausgeschöpft.

Was ist der Unterschied zwischen einer konstanten und einer fallenden Versicherungssumme?

Bei einer konstanten Summe bleibt die Auszahlungshöhe über die gesamte Laufzeit gleich. Bei einer fallenden Summe reduziert sich die Auszahlungshöhe über die Zeit, was oft zur Absicherung von Krediten mit sinkender Restschuld genutzt wird und zu geringeren Beiträgen führen kann.

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