nextsure

CT beim Pferd: Was zahlt die Pferde-OP Versicherung?

Erfahren Sie, wann die Barmenia Pferde-OP Versicherung die Kosten für ein CT beim Pferd übernimmt und wie das vertragliche Sublimit nach AVB greift.

Jetzt Tarif berechnen

Alle Angaben stammen von der verlinkten Produktseite des Anbieters und den dort hinterlegten Vertragsunterlagen (IPID/AVB); maßgeblich sind die Dokumente des Versicherers. Beiträge, Leistungen und das Versicherungsprodukt selbst können sich ändern – bitte prüfen Sie die Angaben vor dem Abschluss direkt beim Partner; verbindlich sind allein die dortigen Informationen.

Die Barmenia Pferde-OP Versicherung trägt diese Kosten als Voruntersuchung, begrenzt sie jedoch durch das vertragliche Sublimit für bildgebende Verfahren gemäß Ziffer 2.3.2 b) der AVB

Pferde-OP Versicherung

Pferde-OP Versicherung

Die Pferde-OP-Versicherung über nextsure: Drei flexible Tarife, Erstattung bis zum 2-fachen GOT-Satz und freie Klinikwahl weltweit. Schützen Sie Ihr Pferd vor hohen OP-Kosten – digital, transparent und unkompliziert.

Mehr erfahren

Übernimmt die OP-Versicherung das CT?

Die Operationskostenversicherung für Pferde der Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG übernimmt die Kosten für eine Computertomographie (CT), wenn diese als veterinärmedizinisch notwendige operationsvorbereitende Untersuchung unmittelbar vor einem versicherten chirurgischen Eingriff durchgeführt wird. Das CT wird dabei als Teil der Diagnostik eingestuft, die zur Vorbereitung der eigentlichen Operation dient.

Die Erstattung ist jedoch vertraglich reguliert. Gemäß Ziffer 2.3.2 b) der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB Pferde-OP-Kosten, Stand 01.01.2024) unterliegt die Computertomographie zusammen mit anderen bildgebenden Verfahren wie MRT oder Szintigraphie einem vertraglichen Sublimit. Leistungsanspruch besteht zudem nur dann, wenn dem CT eine bedingungsgemäß versicherte Operation folgt und weder Wartezeiten noch Ausschlüsse entgegenstehen.

  • Veterinärmedizinische Notwendigkeit: Das CT muss zur Vorbereitung einer versicherten OP zwingend erforderlich sein.
  • Sublimit nach Ziffer 2.3.2 b): Bildgebende Verfahren werden bis zur vereinbarten Höchstsumme je Versicherungsfall erstattet.
  • Ablauf von Wartezeiten: Es dürfen keine Beschwerden vor Vertragsbeginn oder in der Wartezeit aufgetreten sein.
  • Kein Ausschluss nach Ziffer 3.2: Rein diagnostische Scans ohne chirurgische Indikation sind nicht abgedeckt.

Insbesondere der Zeitpunkt der ersten Symptome ist entscheidend: Tritt die Erkrankung vor Vertragsbeginn oder innerhalb der regulären Wartezeit auf, sind diese Erkrankung und ihre Folgen dauerhaft vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Auch reine Diagnostik ohne anschließenden chirurgischen Eingriff fällt nicht unter den Leistungsumfang einer Pferde-OP-Versicherung.

Indikation: Wann braucht das Pferd ein CT?

In der modernen Pferdemedizin ist die Computertomographie ein zentrales Werkzeug, wenn konventionelle Diagnoseverfahren an ihre Grenzen stoßen. Während zweidimensionale Röntgenaufnahmen bei komplexen Anatomien oft Überlagerungen aufweisen, liefert das CT hochauflösende dreidimensionale Schnittbilder des betroffenen Gewebes.

Tierärzte setzen die Computertomographie vor allem im Bereich des Schädels, der Zähne, der Nasennebenhöhlen sowie an den Gliedmaßen ein. Die CT-Diagnostik ist besonders wertvoll bei Erkrankungen der Knochen, Gelenke, Zähne und Nasennebenhöhlen, weil sie komplexe Regionen überlagerungsfrei abbildet, und sie gilt zugleich als wertvolles Planungsinstrument für die Chirurgie.

DiagnosebereichMedizinische Indikation für ein CTVorteil gegenüber Röntgen
Zähne & KieferTief sitzende Apikalinfektionen, Zahnwurzelabszesse, FrakturenExakte Zuordnung der betroffenen Zahnwurzel ohne Überlagerung
NasennebenhöhlenSinusitis, Zysten, Neubildungen in der KieferhöhleDetaillierte Schnittbilddarstellung von Gewebe und Sekret
Gliedmaßen & HufFissuren, Hornsäulen, Knochenzysten, HufbeinbrücheFrüherkennung feinster Knochenrisse im dreidimensionalen Bild
HalswirbelsäuleVerengungen des Wirbelkanals, Arthrosen der FacettengelenkePräzise Beurteilung von Knochenkanälen und Gelenkflächen

Durch die überlagerungsfreie Darstellung erkennt der Operateur exakt, welche Strukturen betroffen sind. Dies verkürzt die spätere Operationszeit und verringert das Narkoserisiko für das Pferd erheblich.

Unterschied in der Praxis: CT vs. MRT

Obwohl sowohl die Computertomographie (CT) als auch die Magnetresonanztomographie (MRT) zu den modernen bildgebenden Schnittbildverfahren zählen, unterscheiden sich ihre medizinischen Schwerpunkte in der Praxis deutlich.

Das CT arbeitet mit rotierenden Röntgenstrahlen und ist das Mittel der Wahl für die Darstellung harter Knochenstrukturen, Zähne und luftgefüllter Hohlräume. Ein entscheidender Vorteil ist die Geschwindigkeit: Die reine Bildaufnahme dauert mit modernen Geräten nur wenige Sekunden. Das MRT verwendet dagegen ein starkes Magnetfeld und ist ideal für Weichteilgewebe wie Sehnen, Bänder und Gelenkkapseln.

KriteriumComputertomographie (CT)Magnetresonanztomographie (MRT)
HauptindikationKnochen, Zähne, Nasennebenhöhlen, SchädelSehnen, Bänder, Knorpel, Hufrolle
Dauer der BildaufnahmeWenige Sekunden pro ScanDeutlich länger, mehrere Sequenzen nacheinander
SignalquelleRotierende RöntgenstrahlungMagnetfeld und Radiowellen
NarkoseformAm stehenden, sedierten Pferd möglichMeist Vollnarkose erforderlich

Welches Verfahren gewählt wird, hängt vom betroffenen Gewebe ab. Für die Erstattung im Rahmen der Versicherung fallen beide Verfahren im Bedingungswerk der Barmenia unter das gemeinsame Sublimit für bildgebende Diagnostik nach Ziffer 2.3.2 b).

Narkoserisiko: Vollnarkose oder Standnarkose?

Das Ablegen und Aufstehen bei einer Vollnarkose stellt für Großtiere stets ein gewisses Verletzungsrisiko dar. Dank höhenverstellbarer Plattformen und moderner CT-Gantrys lassen sich Untersuchungen des Kopfes, eines großen Teils der Halswirbelsäule sowie der Gliedmaßen von der Hufregion bis zu den Karpal- und Tarsalgelenken heute am stehenden, lediglich sedierten Pferd durchführen.

Bei dieser Standnarkose wird das Pferd tief sediert und schmerzfrei lokal betäubt, bleibt jedoch auf den eigenen Beinen stehen. Die Untersuchung erfolgt zügig und schonend. Eine Vollnarkose bleibt indiziert, wenn höher gelegene Körperregionen wie die gesamte Halswirbelsäule, Schulter, Knie, Hüfte oder Becken abgebildet werden müssen.

  • Standnarkose: Schonend für Kreislauf und Bewegungsapparat, ideal für Kopf- und Zahn-CTs.
  • Vollnarkose: Erforderlich bei unzugänglichen Körperregionen oder direkt anschließender Operation.
  • Versicherungsdeckung: Beide Narkoseformen sind nach Ziffer 2.1.1.1 a) der AVB voll abgedeckt.
  • Überwachung: Vitalfunktionen werden in spezialisierten Tierkliniken durchgängig kontrolliert.

Vertraglich sind beide Formate abgesichert: Nach Ziffer 2.1.1.1 a) der AVB gilt ein veterinärmedizinisch notwendiger Eingriff sowohl unter Vollnarkose als auch unter Sedierung, Lokalanästhesie oder Standnarkose als versicherter Versicherungsfall.

Kosten eines CTs nach der GOT 2022

Die Abrechnung einer CT-Untersuchung beim Pferd erfolgt nach der amtlichen Gebührenordnung für Tierärzte (GOT 2022). Das Gebührenverzeichnis führt die Computertomographie unter den laufenden Nummern 175 und 176: Für die CT-Untersuchung eines Körperteils beträgt der einfache Gebührensatz 350,00 Euro netto, für die Untersuchung mehrerer Körperteile oder ein Ganzkörper-CT 500,00 Euro netto, jeweils ohne Unterscheidung nach Tierart und damit auch für das Pferd. Da Tierärzte je nach Aufwand bis zum dreifachen Satz abrechnen dürfen, reicht der Rahmen bis 1.050,00 Euro netto für ein Körperteil und bis 1.500,00 Euro netto für ein Ganzkörper-CT.

Leistung nach GOT 20221-facher Satz (netto)3-facher Satz (netto)
CT-Untersuchung eines Körperteils (lfd. Nr. 175)350,00 €1.050,00 €
CT-Untersuchung mehrerer Körperteile / Ganzkörper-CT (lfd. Nr. 176)500,00 €1.500,00 €

Zu der reinen CT-Gebühr kommen Nebenkosten für die Sedierung oder Vollnarkose, Kontrastmittel, Medikamente sowie die Befundauswertung hinzu. In Tierkliniken wird das CT im Notdienst oder bei erschwerten Bedingungen oft zum 2-fachen oder 3-fachen Satz abgerechnet, sodass sich die Gesamtkosten der Diagnostik entsprechend vervielfachen. Die Wahl des passenden GOT-Satzes im Tarif ist daher entscheidend.

Berechnung der Eigenbeteiligung durch das Sublimit

Wie viel der Tierhalter am Ende selbst zahlen muss, ergibt sich aus dem Zusammenwirken von Klinikrechnung, Erstattungssatz und dem Sublimit für bildgebende Verfahren nach Ziffer 2.3.2 b) der AVB.

  1. Gesamtkosten ermitteln: Zusammenrechnen von Voruntersuchung, CT, Operation und Nachbehandlung.
  2. Sublimit anwenden: Erstattungsfähigen Betrag für das CT auf die vereinbarte Höchstgrenze für bildgebende Verfahren nach Ziffer 2.3.2 b) begrenzen.
  3. Erstattungssatz berücksichtigen: Den im Versicherungsschein vereinbarten Erstattungssatz beziehungsweise die Selbstbeteiligung anwenden.
  4. Eigenanteil berechnen: Verbleibenden Restbetrag aus überschrittener Sublimit-Grenze und Selbstbehalt als Eigenleistung kalkulieren.

Vor der Zustimmung zu einer aufwendigen Schnittbilduntersuchung sollten Pferdebesitzer stets die vertraglichen Wartezeiten sowie die eingetragenen Summengrenzen im Versicherungsschein prüfen. Auf nextsure lassen sich die Tarife und Bedingungen der Barmenia Pferde-OP-Versicherung transparent vergleichen und digital abschließen.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist ein CT sinnvoller als ein MRT?

Ein CT (Computertomographie) eignet sich hervorragend für die detaillierte Darstellung knöcherner Strukturen, etwa an Kopf, Zähnen und Hufbeinen. Die eigentliche Untersuchung am stehenden Pferd dauert nur etwa 30 Sekunden. Das MRT (Magnetresonanztomographie) liefert hingegen die besten Bilder von Weichteilen wie Sehnen oder Knorpeln, nimmt aber deutlich mehr Zeit in Anspruch.

Braucht das Pferd für ein CT eine Narkose?

Dank moderner Technik können Untersuchungen von Kopf, Hals und unteren Gliedmaßen heute oft am stehenden, lediglich sedierten Tier (Standnarkose) durchgeführt werden. Dies senkt das medizinische Risiko enorm. Für andere Bereiche oder direkte anschließende Operationen ist eine Vollnarkose nötig, die von der Pferde-OP Versicherung ebenfalls abgedeckt ist.

Wird das CT auf die Höchstentschädigung angerechnet?

Ja, das CT zählt zu den bildgebenden Verfahren und wird bei der Abrechnung berücksichtigt. Bei der Barmenia greift hier das spezielle Sublimit gemäß Ziffer 2.3.2 b) der AVB. Das bedeutet, die Erstattung für das CT ist auf einen vertraglich festgelegten Maximalbetrag begrenzt, der bei der Gesamtabrechnung der Operation berücksichtigt wird.

Was kostet ein CT beim Pferd?

Die Kosten richten sich nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT 2022). Der einfache Gebührensatz beträgt 350,00 Euro netto für die Untersuchung eines Körperteils und 500,00 Euro netto für mehrere Körperteile oder ein Ganzkörper-CT. Da bis zum dreifachen Satz abgerechnet werden darf, reicht der Rahmen bis 1.050,00 beziehungsweise 1.500,00 Euro netto. Hinzu kommen Posten für Sedierung, Venenkatheter, Kontrastmittel und Auswertung, sodass die Klinikrechnung entsprechend höher ausfallen kann.

Zahlt die Versicherung das CT auch ohne anschließende Operation?

Die Barmenia Pferde-OP Versicherung deckt bildgebende Verfahren als operationsvorbereitende Untersuchung ab. Das bedeutet: Das CT wird nur dann erstattet, wenn es medizinisch notwendig war und direkt zu einer versicherten Operation geführt hat. Findet kein chirurgischer Eingriff statt, trägt der Besitzer die Kosten der Diagnostik selbst.

Quellen

  1. [1]tierspital.uzh.ch
  2. [2]pferde-klinik.de
  3. [3]gesetze-im-internet.de
  4. [4]mypetclub.de
  5. [5]Pferde-OP-Versicherung
  6. [6]GOT-Satzes
  7. [7]Wartezeiten

Direkt online abschließen

Geprüfte Partner-Tarife ohne Mehrkosten. Der Button führt Sie direkt zum Rechner des Anbieters.

Logo von BarmeniaBarmenia

Pferde-OP-Versicherung

OP-Kostenschutz für Pferde bei Krankheit und Unfall, inklusive Diagnostik und Nachbehandlung.

Wartezeit:
3 Monate (Kolik-OP: 5 Tage, Unfall: keine)
Auslandsschutz:
weltweit bis 12 Monate
Höchstentschädigung:
je nach Schutz laut Versicherungsschein
  • OP-Kosten bei Krankheit und Unfall, inkl. Zahnextraktionen und Wurzelbehandlungen
  • OP-vorbereitende Untersuchung (Röntgen, Endoskopie, Biopsie, Labor)
  • Nachbehandlung inkl. Akupunktur, Homöopathie, Physiotherapie, Lasertherapie
  • Tierärztlicher Notdienst bis zum 4-fachen GOT-Satz plus Notdienstgebühr
  • Premium-Schutz: bis 5 Physio-Behandlungen (je max. 60 Min.) nach der Nachbehandlungsfrist
  • Einmalig je Tier: OP-Kosten bei geburtsbedingt notwendigem Kaiserschnitt
Wichtige Ausschlüsse
  • Bei Antragstellung bekannte Krankheiten und Fehlentwicklungen
  • Hufabszesse und Hufgeschwüre (Ausnahme: Hufkrebs)
  • Operationen aufgrund von Kryptorchismus
  • Kastration ohne medizinische Notwendigkeit
  • Service-Champions GOLD: Nr. 1 der Versicherer im Multikanalvertrieb (ServiceValue, 10/2024)

    Barmenia (Anbieter der Pferde-OP-Versicherung)

Tarif bei Barmenia berechnen

Besondere Wartezeiten: 12 Monate für Gelenk-OPs (Chips, OC/OCD, Birkelandfrakturen), 6 Monate für medizinisch notwendige Kastration; Premium-Schutz mit Kündigungsverzicht ab dem 7. Versicherungsjahr.

Faktenblatt: Leistungen, Ausschlüsse und Wartezeiten im Detail

Alle Angaben stammen von der verlinkten Produktseite des Anbieters und den dort hinterlegten Vertragsunterlagen (IPID/AVB); maßgeblich sind die Dokumente des Versicherers. Beiträge, Leistungen und das Versicherungsprodukt selbst können sich ändern – bitte prüfen Sie die Angaben vor dem Abschluss direkt beim Partner; verbindlich sind allein die dortigen Informationen.

Stand der Informationen: Juli 2026 · Quelle: Produktinformationen (IPID/AVB) der Anbieter