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Kredit für Kieferorthopädie-Kosten

Erfahren Sie, wie Sie einen Kredit für die Kosten Ihrer kieferorthopädischen Behandlung erhalten. Infos zu Kosten, Zinsen & Steuervorteilen. Jetzt informieren!

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12 Min. Lesezeit

Eine kieferorthopädische Behandlung im Erwachsenenalter kann Kosten von über 6.000 Euro verursachen, die selten von der Krankenkasse übernommen werden. Ein gezielter Kredit kann diese finanzielle Hürde überwindbar machen. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie die Behandlung finanzieren und dabei sogar Steuern sparen können.

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Kostenanalyse: Diese Ausgaben erwarten Sie bei einer Zahnkorrektur

Eine kieferorthopädische Behandlung ist eine Investition, deren Kosten je nach Methode stark variieren. Für eine herkömmliche feste Zahnspange sollten Sie mit mindestens 2.500 Euro rechnen. Diskretere Optionen wie durchsichtige Aligner-Schienen kosten zwischen 3.500 und 6.000 Euro. Bei komplexen Fehlstellungen oder innenliegenden Zahnspangen können die Gesamtkosten sogar auf über 10.000 Euro ansteigen. Kieferorthopäden sind verpflichtet, Ihnen vorab einen detaillierten Heil- und Kostenplan auszuhändigen. Dieser Plan listet alle geplanten Leistungen und deren Kosten transparent auf. Diese Zahlen verdeutlichen, warum eine Finanzierungslösung für die meisten Patienten notwendig wird.

Die gesetzlichen Krankenkassen zeigen sich bei der Kostenübernahme für Erwachsene zurückhaltend, was die Notwendigkeit privater Finanzierungslösungen unterstreicht.

Kassenleistung für Erwachsene: Ein Realitätscheck

Für Erwachsene ist die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die absolute Ausnahme. Die GKV zahlt nur bei schweren Kieferanomalien, die eine kombinierte kieferchirurgische und kieferorthopädische Behandlung erfordern. Rein ästhetische Korrekturen oder Behandlungen der kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) I und II müssen vollständig privat bezahlt werden. Selbst bei Kindern und Jugendlichen wird nur bei KIG III bis V geleistet. Für über 90 Prozent der Erwachsenen bedeutet dies eine vollständige Selbstfinanzierung. Eine frühzeitig abgeschlossene Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie kann hier Abhilfe schaffen, hat aber oft Wartezeiten von acht Monaten.

Angesichts dieser Deckungslücke rücken alternative Finanzierungsmodelle in den Fokus.

Drei Wege zur Finanzierung: Kredit, Ratenzahlung und Versicherung im Vergleich

Wenn Sie die Kosten selbst tragen müssen, stehen Ihnen im Wesentlichen drei Wege offen. Jeder hat spezifische Vor- und Nachteile, die Sie sorgfältig abwägen sollten.

  • Bankkredit: Ein klassischer Medizinkredit bietet maximale Flexibilität bei Laufzeit und Ratenhöhe. Sie können Kredite ab 1.000 Euro bis über 10.000 Euro aufnehmen und die Konditionen vergleichen.
  • Ratenzahlung beim Kieferorthopäden: Viele Praxen bieten eine Finanzierung direkt vor Ort an, oft über externe Dienstleister. Häufig ist diese für die ersten zwölf Monate zinsfrei.
  • Zahnzusatzversicherung: Diese Option ist nur präventiv sinnvoll. Eine Versicherung, die Zahnspangen abdeckt, muss lange vor Behandlungsbeginn abgeschlossen werden, da laufende oder angeratene Behandlungen ausgeschlossen sind.

Unser Experten-Tipp: Vergleichen Sie den effektiven Jahreszins eines Bankkredits mit den Gesamtkosten einer Ratenzahlung nach Ablauf der zinsfreien Periode. Der Kredit bietet oft mehr Transparenz und bessere Konditionen über die gesamte Laufzeit.

Der Bankkredit erweist sich oft als der flexibelste und transparenteste Weg, den wir nun genauer betrachten.

So funktioniert der Kredit für die kieferorthopädische Behandlung

Ein Kredit für die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung ist im Grunde ein Ratenkredit zur freien Verwendung. Sie beantragen die benötigte Summe, zum Beispiel 5.000 Euro, bei einer Bank. Nach der Genehmigung können Sie die Rechnung des Kieferorthopäden sofort vollständig begleichen. Die Rückzahlung an die Bank erfolgt in festen monatlichen Raten über eine vereinbarte Laufzeit, beispielsweise 48 Monate. Eine längere Laufzeit führt zu niedrigeren Raten, aber potenziell höheren Gesamtkosten, wie Sie bei einem Kredit mit langer Laufzeit sehen können.

Hier ein einfaches Rechenbeispiel:

  • Kosten der Behandlung: 4.800 Euro
  • Kreditsumme: 4.800 Euro
  • Laufzeit: 36 Monate
  • Effektiver Jahreszins: vier Prozent
  • Monatliche Rate: ca. 142 Euro

Eine saubere Haushaltsrechnung ist die Basis für jeden Kreditantrag. Mit einer detaillierten Online-Haushaltsrechnung können Sie Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen und die optimale Rate bestimmen.

Neben der direkten Finanzierung gibt es auch eine Möglichkeit, einen Teil der Kosten vom Staat zurückzuholen.

Experten-Tipp: So machen Sie Behandlungskosten steuerlich geltend

Die Kosten für Ihre kieferorthopädische Behandlung können Sie als außergewöhnliche Belastungen in Ihrer Steuererklärung angeben. Dies gilt für alle Ausgaben, die nicht von einer Versicherung erstattet wurden und medizinisch notwendig sind. Das Finanzamt zieht von Ihren Gesamtkosten eine sogenannte zumutbare Belastung ab. Dieser Grenzwert hängt von Ihrem Einkommen, Familienstand und der Anzahl Ihrer Kinder ab und liegt zwischen einem und sieben Prozent Ihrer Einkünfte. Alle Kosten, die diesen individuellen Grenzwert übersteigen, wirken sich steuermindernd aus.

Um die Kosten abzusetzen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Sammeln Sie alle Rechnungen und Zahlungsnachweise.
  • Fordern Sie ein Attest zur medizinischen Notwendigkeit von Ihrem Kieferorthopäden an.
  • Tragen Sie die Gesamtkosten in der Anlage „Außergewöhnliche Belastungen“ Ihrer Steuererklärung ein.

Eine kluge Planung kann sich hier auszahlen und die finanzielle Gesamtbelastung spürbar senken.

Der letzte Schritt: Individuelle Risikoanalyse anfordern

Die Finanzierung einer kieferorthopädischen Behandlung ist eine wichtige Entscheidung mit langfristigen finanziellen Auswirkungen. Eine sorgfältige Planung und der Vergleich verschiedener Optionen sind unerlässlich. Ob ein Kredit für Ihre Zahngesundheit, eine Ratenzahlung oder eine Versicherung die beste Lösung ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Eine professionelle Beratung schützt Sie vor Fehlentscheidungen und unvorteilhaften Konditionen. Wir unterstützen Sie dabei, die optimale Finanzierungsstrategie für Ihr neues Lächeln zu entwickeln.

Häufig gestellte Fragen

Welche Finanzierungsmöglichkeit ist besser: Ratenzahlung beim Arzt oder Bankkredit?

Ein Bankkredit ist oft transparenter und flexibler. Während Ratenzahlungen beim Arzt anfangs zinsfrei sein können, fallen später oft hohe Zinsen an. Ein Kredit bietet von Anfang an klare Konditionen und ermöglicht es Ihnen, durch Vergleiche das günstigste Angebot zu finden.

Wie hoch sind die Zinsen bei einem Kredit für eine kieferorthopädische Behandlung?

Die Zinsen hängen von Ihrer Bonität, der Kreditsumme und der Laufzeit ab. Ein Vergleich verschiedener Anbieter ist daher unerlässlich. Die effektiven Jahreszinsen für Konsumentenkredite liegen aktuell typischerweise zwischen drei und sieben Prozent.

Was passiert, wenn die Behandlung am Ende günstiger wird als der aufgenommene Kredit?

Wenn Sie einen Kredit zur freien Verwendung aufgenommen haben, können Sie den überschüssigen Betrag für andere Ausgaben nutzen oder für kostenlose Sondertilgungen verwenden, um die Laufzeit zu verkürzen und Zinskosten zu sparen. Prüfen Sie die Möglichkeit von Sondertilgungen vor Vertragsabschluss.

Benötige ich für den Kreditantrag einen Kostenvoranschlag vom Kieferorthopäden?

Ja, der Heil- und Kostenplan des Kieferorthopäden ist die Grundlage für Ihren Kreditantrag. Er belegt die Höhe der benötigten Summe und dient der Bank als wichtiger Anhaltspunkt für die Finanzierungsplanung.

Deckt eine Zahnzusatzversicherung die Kosten, wenn ich sie jetzt abschließe?

Nein. Zahnzusatzversicherungen leisten nicht für Behandlungen, die vor Vertragsabschluss bereits begonnen oder angeraten wurden. Zudem gibt es meist Wartezeiten von mehreren Monaten. Sie ist eine Vorsorgemaßnahme, keine Lösung für einen akuten Finanzierungsbedarf.

Was ist die KIG-Einstufung und warum ist sie für mich als Erwachsener wichtig?

Die Kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) sind ein System von eins bis fünf, das den Schweregrad einer Zahnfehlstellung bewertet. Die gesetzliche Krankenkasse leistet nur bei Kindern für die Stufen drei bis fünf. Für Erwachsene ist die KIG-Einstufung meist nur relevant, um die medizinische Notwendigkeit für die Steuererklärung zu untermauern.

Quellen

  1. [1]Die Verbraucherzentrale bietet umfassende Informationen zu Eigenanteilen, Kassenleistungen und Zusatzkosten bei kieferorthopädischen Behandlungen.
  2. [2]Das Bundesgesundheitsministerium stellt ein Gutachten zur Kieferorthopädie bereit.
  3. [3]Die Tagesschau (NDR/WDR) bietet einen investigativen Bericht über Zahnspangen und Kieferorthopäden.
  4. [4]Der vdek (Verband der Ersatzkassen) beleuchtet in einem Magazinartikel teure Privatleistungen in der Kieferorthopädie ohne Zusatznutzen.
  5. [5]Die Berliner Morgenpost informiert darüber, was Eltern über Zusatzkosten bei Zahnspangen wissen müssen.
  6. [6]Der Deutschlandfunk berichtet über den Streit um den medizinischen Nutzen und die Kosten von Zahnspangen.
  7. [7]Die Verbraucherzentrale bietet zudem Informationen zur Kieferorthopädie bei Kindern und den damit verbundenen Kosten.

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Vier Zahnzusatztarife von der Basisabsicherung bis zum Rundumschutz, inklusive Kinder-Tarifen mit Kieferorthopädie.

Beitrag Dental Medium:
5,69-32,30 EUR/Monat je nach Alter
Beitrag Dental Luxus:
9,20-54,50 EUR/Monat je nach Alter
Wartezeit:
keine (AZM/AZL)
  • Zahnbehandlung: 75 % (Dental Medium) bzw. 100 % (Dental Luxus)
  • Zahnersatz: 75 % (AZM, Regelversorgung 100 %) bzw. 100 % (AZL)
  • Zahnprophylaxe: 100 % bis 90 EUR/Jahr (AZM) bzw. bis 140 EUR/Jahr (AZL)
  • Keine Wartezeiten in Dental Medium und Dental Luxus
  • Kinder-Tarife mit KFO: Dental Clever 9,68 EUR/Monat, Dental Premium 18,76 EUR/Monat
  • Stiftung Warentest SEHR GUT (1,5) für Dental Premium (Finanztest 2/25)
Wichtige Ausschlüsse
  • Erstattungsbegrenzungen in den ersten 48 Monaten: AZM 600-2.400 EUR, AZL 1.000-4.000 EUR (gestaffelt)
  • Keine expliziten Leistungsausschlüsse in den vorliegenden Unterlagen genannt
  • Stiftung Warentest „SEHR GUT (0,6)“, Finanzen 07/2025 (285 Tarife im Test)

    Advigon Zahnzusatzversicherung Dental Luxus (AZL)

  • MORGEN & MORGEN M&M Rating Zahnzusatz: 5 Sterne „Ausgezeichnet“ (08/2023)

    Advigon Versicherung AG, Dental Luxus (AZL)

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Erstattungsbegrenzungen entfallen bei Unfall, nach dem 48. Monat oder bei anerkannter Vorversicherung.

Faktenblatt: Leistungen, Ausschlüsse und Wartezeiten im Detail

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Zahnzusatzversicherung

Zahnzusatz in drei Tarifen (Smart, Komfort, Prestige) ohne Wartezeit, im Top-Tarif mit 100 % Erstattung.

Erstattung:
je nach Tarif 75-100 %
Wartezeit:
keine
Zahnreinigung:
80-200 EUR/Jahr je nach Tarif
Baustein Zahn Sofort:
29,90 EUR/Monat, endet nach 2 Jahren
  • Zahnersatz und Zahnbehandlung: Smart 75 %, Komfort 80-100 %, Prestige 100 %
  • Professionelle Zahnreinigung in allen Tarifen (80-200 EUR pro Kalenderjahr)
  • Keine Wartezeiten in allen drei Tarifvarianten
  • Kieferorthopädie: 1.500 EUR (inkl. GKV-Leistung) bzw. 2.000 EUR (ohne GKV-Leistung) in Komfort und Prestige
  • Prestige inkl. Bleaching und Happybrush Schallzahnbürste
  • Stiftung Warentest 07/2025: Zahn Prestige Testsieger mit sehr gut (0,5)
Wichtige Ausschlüsse
  • Vor Abschluss angeratene oder begonnene Behandlungen (nur über Baustein Zahn Sofort versichert)
  • Pauschaler Abzug von 40 % bei Ärzten ohne Kassenzulassung
  • Erstattung maximal bis zum 3,5-fachen GOZ-Satz
  • Im Ausland maximal die Inlandsleistung
  • Stiftung Warentest „SEHR GUT (0,5)“, Ausgabe 07/2025 (285 Tarife im Test)

    die Bayerische, Tarif ZAHN Prestige

  • ASCORE „Tarif des Jahres 2024“ (Krankenzusatz Zahn)

    die Bayerische, Zahn Prestige 2023

  • Levelnine Rating „EXZELLENT“ (Stand 11/2024, gültig bis 11/2025)

    die Bayerische, Tarif ZAHN Prestige

Tarif bei die Bayerische berechnen

Leistungsstaffel: im 1. Kalenderjahr 500 EUR (Smart), 1.250 EUR (Komfort) bzw. 1.500 EUR (Prestige), ab dem 5. Kalenderjahr unbegrenzt, Begrenzungen entfallen auch bei Unfall.

Faktenblatt: Leistungen, Ausschlüsse und Wartezeiten im Detail

Advigon Zahnzusatzversicherung: Leistungen Dental Medium (AZM) und Dental Luxus (AZL)

LeistungDental Medium (AZM)Dental Luxus (AZL)
Zahnbehandlung75 %100 %
Schmerztherapie75 %100 %
Zahnprophylaxe100 % bis 90 EUR/Jahr100 % bis 70 EUR/Maßnahme, bis 140 EUR/Jahr
Zahnersatz75 % (100 % Regelversorgung)100 %
Monatsbeitrag je nach Alter5,69-32,30 EUR9,20-54,50 EUR

die Bayerische Zahnzusatzversicherung: Tarifvergleich Smart, Komfort, Prestige

LeistungSmartKomfortPrestige
Zahnersatz (über Regelversorgung)75 %80-90 %100 %
Zahnersatz (bis Regelversorgung)75 %100 %100 %
Zahnbehandlung75 %100 %100 %
Professionelle Zahnreinigung80 EUR/Kalenderjahr100 EUR je Behandlung, max. 150 EUR/Jahr100 EUR je Behandlung, max. 200 EUR/Jahr
Kieferorthopädienicht enthalten1.500 EUR (inkl. GKV) / 2.000 EUR (ohne GKV)1.500 EUR (inkl. GKV) / 2.000 EUR (ohne GKV)
Bleachingnicht enthaltennicht enthaltenenthalten
Beispiel Jahresbeitrag (33 Jahre)152,40 EUR244,80 EUR (Land) / 321,60 EUR (Stadt)405,60 EUR (Land) / 529,20 EUR (Stadt)

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Stand der Informationen: Juli 2026 · Quelle: Produktinformationen (IPID/AVB) der Anbieter