
E-Bike-Versicherung Diebstahl ohne Selbstbeteiligung: Neuwerterstattung & Schlossanforderungen im Überblick
01.06.26
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Katrin Straub
Katrin Straub ist CEO von nextsure und verantwortet die digitale Versicherungsplattform.
Eine spezialisierte E-Bike-Versicherung erstattet bei Diebstahl den vollen Neuwert ohne Selbstbeteiligung - vorausgesetzt, das Rad war mit einem verkehrsüblichen Schloss gesichert. Die Hausratversicherung greift dagegen meist nur bei Einbruchdiebstahl und deckt hochwertige E-Bikes selten vollständig ab. Eine dedizierte E-Bike-Diebstahlversicherung schließt diese Lücke.
The topic in brief and concise terms
Spezialtarife zahlen den Neuwert bei Diebstahl ohne Selbstbeteiligung - die Hausratversicherung tut das in der Regel nicht.
Das E-Bike muss mit einem verkehrsüblichen Schloss (Bügel-, Falt- oder Kettenschloss) gesichert sein; ein reines Rahmenschloss reicht nicht.
Hepster (via andsafe) bietet weltweiten Diebstahlschutz für Pedelecs - inklusive Einbruchdiebstahl, Raub und räuberischer Erpressung.
Warum die Hausratversicherung für E-Bike-Diebstahl oft nicht ausreicht
Hausratschutz: Enge Grenzen beim Diebstahl im Freien
Die Hausratversicherung schützt das E-Bike nur unter bestimmten Bedingungen. Wer sein Pedelec vor der Wohnung abstellt und es dort gestohlen wird, erhält ohne eine spezielle Fahrradklausel in der Regel keine Entschädigung [3]. Selbst mit Klausel gilt oft eine Obergrenze: Bei einer Hausratversicherungssumme von 50.000 Euro sind das häufig nur 1.500 Euro Erstattung - für ein E-Bike im Wert von 5.000 Euro ein erhebliches Defizit. Die Deckungslücke ist real.
Einbruchdiebstahl vs. einfacher Diebstahl: Der entscheidende Unterschied
Hausratversicherungen zahlen standardmäßig nur bei Einbruchdiebstahl - also wenn das Rad aus einem verschlossenen Raum gestohlen wird. Einfacher Diebstahl im Freien, selbst bei ordnungsgemäß angeschlossenem E-Bike, ist ohne Fahrradklausel nicht gedeckt [3]. Das ist der Kernunterschied zu einer spezialisierten E-Bike-Versicherung. Letztere greift auch dann, wenn das Rad vor dem Supermarkt oder der Wohnung verschwindet. Kurz: Wer ein hochwertiges E-Bike besitzt, braucht mehr als die Hausratpolice.
Schadendurchschnitt 2025: Warum der Eigenanteil schmerzt
Der Schadendurchschnitt bei versicherten Fahrraddiebstählen erreichte 2025 mit 1.270 Euro einen neuen Höchststand [1]. Für E-Bikes, die häufig 3.000 bis 6.000 Euro kosten, liegt der tatsächliche Verlust noch deutlich höher. Tarife mit Selbstbeteiligung senken die Jahresprämie um 20-30 %, kosten im Schadensfall aber bis zu 150 Euro Eigenanteil. Bei einem 5.000-Euro-E-Bike ist das ein schlechtes Tauschgeschäft. Ohne Selbstbeteiligung bleibt der Eigenanteil bei null.
Hepster E-Bike-Versicherung: Tarife und Leistungsumfang im Detail
Drei Produktvarianten: Diebstahl, Schaden, Kombi
Die Hepster E-Bike-Versicherung (Risikoträger: andsafe Aktiengesellschaft) deckt je nach gewähltem Tarif unterschiedliche Risiken ab. Der reine Diebstahlschutz umfasst Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Plünderung, Raub und räuberische Erpressung. Der Schadenstarif schützt vor Zerstörung, Beschädigung, Bedienfehler, Brand, Sturm, Hagel, Überschwemmung sowie Elektronik- und Feuchtigkeitsschäden an Akku, Motor und Steuerungsgeräten - inklusive Akkuverschleiß. Der Kombitarif vereint beide Leistungsblöcke. Versichert sind ausschließlich nicht versicherungspflichtige Pedelecs.
Weltweiter Schutz und flexible Laufzeiten
Das E-Bike ist bei Hepster weltweit versichert. Viele Hausrattarife beschränken den Schutz auf den Versicherungsort - Hepster nicht. Beim Monatsabo gilt eine Mindestlaufzeit von drei Monaten mit einer Kündigungsfrist von drei Werktagen zum Ablauf der Versicherungsperiode. Das Jahresabo verlängert sich automatisch von Jahr zu Jahr mit derselben Kündigungsfrist. Wer ein E-Bike innerhalb von zwölf Monaten nach dem Neukauf versichert (mit Nachweis), umgeht die sechswöchige Wartezeit.
Was Hepster nicht versichert: Ausschlüsse kennen
CFK-Bauteile (Carbon) sind ohne gesonderte Vereinbarung ausgeschlossen. Schäden durch gewerbliche Nutzung, Downhill-Fahrten, Teilnahme an Sportveranstaltungen, Fahrten in Bikeparks, Sprünge sowie Rost und Oxidation fallen ebenfalls nicht unter den Schutz. Manipulation des Antriebssystems (Tuning) ist explizit ausgeschlossen. Versicherungspflichtige E-Bikes und Kraftfahrzeuge aller Art sind grundsätzlich nicht versicherbar. Diese Ausschlüsse sind für Alltagspendler und Freizeitfahrer in der Regel kein Problem.
Hepster E-Bike-Versicherung: Leistungsvergleich der drei Tarife | |||
Leistung | Diebstahlschutz | Schadenstarif | Kombitarif |
|---|---|---|---|
Diebstahl / Raub / Einbruchdiebstahl | Ja | Nein | Ja |
Sturz- / Unfallschäden | Nein | Ja | Ja |
Akku- & Elektronikschäden | Nein | Ja | Ja |
Akkuverschleiß | Nein | Ja | Ja |
Weltweiter Schutz | Ja | Ja | Ja |
Selbstbeteiligung | 0 Euro | 0 Euro | 0 Euro |
Wartezeit (ohne Nachweis) | 6 Wochen | 6 Wochen | 6 Wochen |
Quelle: Produktinformationsblatt Hepster / andsafe AG. Vollständige Bedingungen im Versicherungszertifikat prüfen.
Schlossanforderungen: Was Versicherer für den Diebstahlschutz verlangen
Verkehrsübliches Schloss: Die Mindestanforderung
Schlossanforderungen sind der häufigste Grund, warum Versicherer die Leistung kürzen oder verweigern. Die Grundregel lautet: Das E-Bike muss in verkehrsüblicher Weise gesichert sein. Das bedeutet ein eigenständiges Schloss - Bügelschloss, Kettenschloss oder Faltschloss aus dem Einzelhandel. Ein reines Rahmenschloss gilt nicht als eigenständiges Schloss und reicht allein nicht aus [3]. Bei Hepster ist die Anforderung klar: Bei Diebstahl muss das E-Bike in verkehrsüblicher Weise an einem festen Gegenstand gesichert gewesen sein, sonst droht eine Kürzung der Entschädigungsleistung.
Anschließen an festen Gegenstand: Pflicht oder Empfehlung?
Hier unterscheiden sich die Tarife erheblich. Einige Versicherer verlangen zwingend, dass das E-Bike an einem festen Gegenstand (Laterne, Fahrradbügel, Geländer) angeschlossen ist. Andere empfehlen es nur. Das Rad immer an einem unbeweglichen Objekt anschließen - und den Kaufbeleg des Schlosses mitführen. Manche Anbieter fordern zudem einen Mindestpreis für das Schloss, etwa 49 Euro. Der Kaufbeleg des Schlosses ist im Schadensfall oft Pflichtdokument. Ohne ihn riskiert man eine Ablehnung.
Sicherheitsstufen und GPS-Tracker: Prämienrabatte nutzen
Viele Schlösser tragen Sicherheitsstufen auf einer Skala von 1 bis 15. Für hochwertige E-Bikes empfehlen sich Stufen ab 10 - Bügelschlösser und Faltschlösser aus gehärtetem Stahl liegen typischerweise in diesem Bereich. Einige Versicherer gewähren Prämienrabatte, wenn das E-Bike mit einem fest verbauten GPS-Tracker ausgestattet ist. Das Tracking-System muss bereits bei Antragstellung vorhanden sein; ein nachträglicher Einbau ist nicht möglich. Zwei Schlösser verschiedener Typen kombinieren erhöht den Schutz zusätzlich, weil Diebe oft auf eine Schlossart spezialisiert sind.
Pedelec vs. S-Pedelec: Welcher Versicherungsschutz ist gesetzlich notwendig?
Pedelec bis 25 km/h: Keine Kfz-Pflicht, aber Diebstahlschutz sinnvoll
Pedelecs bis 25 km/h gelten rechtlich als Fahrräder und benötigen keine Kfz-Haftpflichtversicherung [4]. Die private Haftpflichtversicherung greift, wenn mit dem Pedelec versehentlich ein Dritter geschädigt wird. Eine separate E-Bike-Diebstahlversicherung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Bei Anschaffungspreisen von 3.000 bis 6.000 Euro ist sie wirtschaftlich sinnvoll. Stiftung Warentest hat 112 Tarife von 45 Anbietern getestet und zeigt: Ein E-Bike im Wert von 6.000 Euro lässt sich für rund 50 Euro im Jahr versichern [5].
S-Pedelec bis 45 km/h: Versicherungspflicht wie beim Mofa
S-Pedelecs gelten als Kleinkrafträder und unterliegen der Versicherungspflicht [4]. Sie benötigen ein Versicherungskennzeichen und eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Für die Absicherung des Fahrzeugs selbst gegen Diebstahl und Schäden kommt eine Kaskoversicherung in Frage. Spezialtarife wie Hepster sind ausdrücklich auf nicht versicherungspflichtige Pedelecs beschränkt. Wer ein S-Pedelec fährt, muss also einen anderen Versicherungsweg wählen - etwa über die Versicherungspflicht für elektrische Fahrzeuge.
Lastenräder und Spezialmodelle: Separate Absicherung prüfen
Lastenräder mit Tretunterstützung bis 25 km/h können bei vielen Anbietern wie reguläre Pedelecs versichert werden - sofern der Kaufpreis innerhalb der Versicherungssumme liegt. Einige Tarife decken Lastenräder bis 10.000 oder sogar 15.000 Euro ab. E-Lastenrad als Alltagsfahrzeug: Diebstahlschutz für elektrische Zweiräder gesondert prüfen. Gewerbliche Nutzung - etwa als Kurier - ist bei den meisten Privattarifen ausgeschlossen.
Neuwerterstattung vs. Zeitwerterstattung: Der Unterschied im Schadensfall
Neuwert: Voller Kaufpreis, zeitlich unbegrenzt
Neuwerterstattung bedeutet: Im Diebstahlfall zahlt die Versicherung den ursprünglichen Kaufpreis - unabhängig davon, wie alt das E-Bike ist. Top-Tarife ersetzen bei Diebstahl zeitlich unbegrenzt den Neuwert des Rades [5]. Gegenüber Zeitwerttarifen ist das der entscheidende Unterschied. Wer ein 4.000-Euro-E-Bike nach 18 Monaten verliert, bekommt bei Neuwerterstattung 4.000 Euro - bei Zeitwerterstattung oft nur noch 2.600 Euro. Der Unterschied ist erheblich.
Zeitwert: Abschreibung schmerzt bei teuren Modellen
Manche Anbieter erstatten nach ein oder zwei Jahren nur noch den Zeitwert, nicht den Neuwert. Ein 3.000-Euro-E-Bike ist nach zwei Jahren vielleicht nur noch 1.800 Euro wert - der Restbetrag bleibt beim Versicherten hängen. Beim Tarifvergleich lohnt sich daher ein genauer Blick auf die Erstattungslogik. Die Frage lautet: Gilt Neuwerterstattung für die gesamte Vertragslaufzeit? Einige Tarife begrenzen die Neuwerterstattung auf drei Jahre. Danach greift der Zeitwert.
Teilediebstahl: Akku, Display und Zubehör mitversichern
Teilediebstahl ist ein häufig unterschätztes Risiko. Diebe stehlen gezielt Akkus, Displays oder Bordcomputer - Komponenten mit hohem Wiederverkaufswert. Spezialtarife decken auch Teilediebstahl ab, sofern die Teile fest mit dem E-Bike verbunden sind. Bei Hepster sind Sachschäden durch Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Plünderung, Raub und räuberische Erpressung versichert - das schließt fest verbaute Komponenten ein. Losen Zubehördiebstahl absichern: Bedingungen genau prüfen. Nicht jeder Tarif deckt das.
Was nach einem E-Bike-Diebstahl sofort zu tun ist
Schritt 1: Polizei informieren und Aktenzeichen sichern
Nach einem E-Bike-Diebstahl ist die Polizeianzeige der erste und wichtigste Schritt. Ohne Aktenzeichen verweigern die meisten Versicherer die Leistung. Die Anzeige sollte unverzüglich erfolgen - idealerweise innerhalb von 24 bis 48 Stunden [2]. Für die Anzeige werden Rahmennummer, Farbe, Kaufbeleg und ein Foto des E-Bikes benötigt. Das Aktenzeichen ist dann Pflichtbestandteil der Schadenmeldung beim Versicherer. Eine detaillierte Anleitung findet sich unter was nach einem Fahrzeugdiebstahl zu tun ist.
Schritt 2: Versicherer unverzüglich benachrichtigen
Parallel zur Polizeianzeige muss der Versicherer informiert werden. Bei Hepster erfolgt die Schadenmeldung über das Webportal oder per E-Mail an die MOIN Servicegesellschaft mbH. Folgende Unterlagen sind typischerweise erforderlich: Kaufbeleg des E-Bikes, Kaufbeleg des Schlosses, Aktenzeichen der Polizei, Rahmennummer und Fotos. Fehlt der Kaufbeleg des Schlosses, riskiert man eine Kürzung oder Ablehnung der Leistung. Kaufbelege daher von Anfang an sicher aufbewahren.
Schritt 3: Dokumentation und Wiederbeschaffung
Nach der Schadenmeldung gibt der Versicherer die Auszahlung frei. Erst danach Ersatz-E-Bike beschaffen. Bei Neuwerterstattung erhält man den ursprünglichen Kaufpreis - auch wenn man auf eine Ersatzbeschaffung verzichtet. Einige Tarife erstatten zusätzlich die Kosten für ein beschädigtes Schloss, das beim Diebstahl aufgebrochen wurde. Weitere Hinweise zum digitalen Abschlussprozess unter elektrische Mikromobilität online versichern. Schnelligkeit zahlt sich aus.
Preisspanne und Einflussfaktoren
Kosten für eine E-Bike-Versicherung ohne Selbstbeteiligung variieren stark. Stiftung Warentest zeigt: Ein E-Bike im Wert von 6.000 Euro lässt sich für rund 50 Euro im Jahr versichern [5]. Der Wohnort ist ein wesentlicher Faktor - in Großstädten mit hoher Diebstahlrate zahlt man bis zu 40 Prozent mehr als in ländlichen Regionen. Weitere Einflussfaktoren sind Kaufpreis, Alter des E-Bikes und gewählter Leistungsumfang. Ein GPS-Tracker kann die Prämie senken.
Tarife mit vs. ohne Selbstbeteiligung: Rechenbeispiel
Ein Tarif ohne Selbstbeteiligung kostet beispielsweise 100 Euro im Jahr. Im Schadensfall zahlt der Versicherte 0 Euro Eigenanteil. Ein Tarif mit 150 Euro Selbstbeteiligung kostet rund 70 Euro im Jahr - spart also 30 Euro. Im Schadensfall entstehen aber 150 Euro Eigenanteil. Wer das E-Bike einmal in drei Jahren verliert, zahlt mit Selbstbeteiligung unterm Strich mehr. Für E-Bikes über 2.000 Euro ist der Tarif ohne Selbstbeteiligung die wirtschaftlich sinnvollere Wahl. Die Ersparnis ist minimal, das Risiko hoch.
Kosten und Leistungen im Versicherungsvergleich richtig lesen
Beim Kosten und Leistungen im Versicherungsvergleich lohnt sich ein Blick auf vier Kernfragen: Gilt Neuwerterstattung für die gesamte Vertragslaufzeit? Ist Teilediebstahl (Akku, Display) eingeschlossen? Gibt es eine Nachtklausel, die den Schutz zwischen 22 und 6 Uhr einschränkt? Und welche Schlossanforderungen gelten konkret? 2024 wurden laut Polizeilicher Kriminalstatistik rund 246.600 Fahrraddiebstähle erfasst - Täter gehen gezielter vor und stehlen vor allem hochwertige Räder und E-Bikes [2]. Tarifvergleich lohnt sich.
E-Bike-Versicherung: Selbstbeteiligung vs. kein Eigenanteil - Rechenbeispiel | ||
Merkmal | Mit Selbstbeteiligung | Ohne Selbstbeteiligung |
|---|---|---|
Jahresprämie (Beispiel) | ca. 70 € | ca. 100 € |
Eigenanteil im Schadensfall | 150 € | 0 € |
Gesamtkosten bei 1 Diebstahl in 3 Jahren | 360 € (210 + 150) | 300 € |
Neuwerterstattung möglich | Je nach Tarif | Je nach Tarif |
Empfehlung ab E-Bike-Wert | Unter 1.500 € | Ab 2.000 € |
Beispielwerte zur Orientierung. Tatsächliche Prämien hängen von Wohnort, Bike-Wert und Anbieter ab.
More useful links
Literature
- [1] gdv.de – Fahrraddiebstahl statistik versicherung
- [2] gdv.de – Fahrraddiebstahl weniger faelle aber rekordschaden
- [3] verbraucherzentrale.de – Versicherung gegen fahrraddiebstahl welche moeglichkeiten gibt es
- [4] verbraucherzentrale.de – Pedelecs welcher versicherungsschutz ist notwendig
- [5] test.de – Fahrradversicherungen Vergleich
FAQ
Welche E-Bike-Versicherungen zahlen den Neuwert bei Diebstahl?
Spezialisierte E-Bike-Tarife wie Hepster (via andsafe) erstatten bei Diebstahl den vollen Neuwert ohne Selbstbeteiligung - vorausgesetzt, das E-Bike war ordnungsgemäß gesichert. Stiftung Warentest hat 112 Tarife von 45 Anbietern getestet: Top-Tarife ersetzen bei Diebstahl zeitlich unbegrenzt den Neuwert. Wichtig: Manche Tarife begrenzen die Neuwerterstattung auf drei Jahre; danach gilt der Zeitwert. Erstattungslogik und Laufzeit der Neuwertgarantie beim Vergleich genau prüfen.
Gibt es E-Bike-Versicherungen ohne Selbstbeteiligung?
Ja. Viele spezialisierte E-Bike-Tarife - darunter Hepster - bieten Schutz ohne jede Selbstbeteiligung. Im Schadensfall zahlt der Versicherte 0 Euro Eigenanteil. Tarife mit Selbstbeteiligung (z. B. 150 Euro) senken die Jahresprämie um 20-30 %, sind aber für E-Bikes über 2.000 Euro wirtschaftlich nachteilig.
Welches Schloss verlangen Versicherer für den Diebstahlschutz?
Die meisten Versicherer verlangen ein eigenständiges, verkehrsübliches Schloss - also ein Bügel-, Ketten- oder Faltschloss aus dem Einzelhandel. Ein reines Rahmenschloss reicht nicht aus. Einige Tarife fordern einen Mindestpreis (z. B. 49 Euro) oder eine bestimmte Sicherheitsstufe. Bei Hepster muss das E-Bike in verkehrsüblicher Weise an einem festen Gegenstand gesichert sein, sonst droht eine Kürzung der Entschädigungsleistung. Den Kaufbeleg des Schlosses immer aufbewahren.
Was muss ich nach einem E-Bike-Diebstahl zuerst tun?
Sofort Polizei informieren und Anzeige erstatten - das Aktenzeichen ist Pflicht für die Schadenmeldung. Parallel den Versicherer unverzüglich benachrichtigen. Kaufbeleg des E-Bikes, Kaufbeleg des Schlosses, Rahmennummer und Fotos bereithalten. Erst nach Freigabe durch den Versicherer ein Ersatz-E-Bike beschaffen.
Zahlt die Versicherung auch bei Teilediebstahl von Akku oder Display?
Ja - bei spezialisierten E-Bike-Tarifen wie Hepster sind Sachschäden durch Diebstahl, Einbruchdiebstahl und Raub versichert, was fest verbaute Komponenten wie Akku und Display einschließt. Nicht jeder Tarif deckt losen Zubehördiebstahl ab. Die genauen Bedingungen im Versicherungszertifikat prüfen.





