Ab 7,5 Prozent Rendite schlägt der freie ETF das neue Altersvorsorgedepot
Das neue Altersvorsorgedepot 2027 lockt mit staatlichen Zulagen und einer Steuerpause in der Ansparphase. Doch bei einer guten Marktentwicklung dreht sich dieser Vorteil durch die Steuerlast im Alter plötzlich um. Wenn du dein Geld für den Ruhestand anlegst, klingt die staatliche Förderquote von 20 Cent pro Euro erst einmal nach einem sicheren Gewinn. Der Staat verzichtet zudem auf Steuern in der Ansparphase, sodass dein Zinseszins völlig ungestört arbeiten kann. Doch am Ende der Laufzeit wartet die harte Realität der Steuern auf dich. Das bedeutet, dass das gesamte angesparte Kapital aus dem staatlichen Depot bei der Auszahlung mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert wird. Ein ungeförderter MSCI World ETF-Sparplan hat diese direkte staatliche Hilfe nicht. Du investierst dein bereits versteuertes Geld und musst jährlich die Vorabpauschale abführen. Dafür profitierst du am Ende der Laufzeit von einer entscheidenden Regelung: Durch die Teilfreistellung bleiben 30 Prozent deiner Aktiengewinne komplett steuerfrei. Zudem wird das Grundkapital nicht mehr angetastet, sondern nur der tatsächliche Kursgewinn versteuert. Dadurch sinkt die effektive Steuerbelastung massiv ab. Wenn du über Jahrzehnte anlegst, besteht dein Depot fast nur noch aus Gewinnen. Übersteigt deine jährliche Marktrendite einen bestimmten Wendepunkt, frisst die volle Besteuerung beim staatlichen Depot den anfänglichen Subventionsvorteil komplett auf. Wir analysieren die nackten Zahlen nach Steuern und zeigen auf, wann das freie Modell gewinnt.
Wichtige Erkenntnisse aus der mathematischen Analyse:
Nachgelagerte Besteuerung: Beim Altersvorsorgedepot wird am Ende die komplette Substanz mit deinem Einkommensteuersatz voll versteuert.
Die Vorabpauschale: Im geförderten Depot arbeitet der Zinseszins ohne jährliche Steuerabzüge, beim freien ETF fließt laufend ein kleiner Teil ab.
Die Teilfreistellung: Beim freien ETF bleiben am Ende 30 Prozent der Gewinne steuerfrei, was den finalen Steuerdruck extrem senkt.
Der mathematische Schnittpunkt: Ab etwa 7,5 Prozent Marktrendite gewinnt der ungeförderte ETF netto nach Steuern.
Der Kostendeckel: Die erlaubten Gebühren von bis zu einem Prozent beim Staatsdepot bremsen den Vermögensaufbau im Vergleich zum günstigen Indexfonds spürbar.
Förderquote 20 Cent: Die direkte Grundzulage reicht ohne eiserne Reinvestition der Steuererstattung aus der Günstigerprüfung oft nicht aus, um den ETF zu schlagen.


